Ein BMW für fahrdynamische Gourmets - Der M4 im DRIVAR-Fahrbericht

BMW M4 Wernigerode vorn

Fahrbericht: BMW M4 Competition

M. Der heilige Gral aller BMW-Jünger. Erst, wenn die Premiumfahrzeuge den Münchner Autobauers dieses Kürzel tragen, sollte man von einem echten Sportwagen sprechen. Und damit meine ich weniger die zwar ganz schmuck aussehende Ausstattungslinie, sondern das echte M! So wie es beispielsweise der M4 trägt. Die Zutaten sind dabei fast immer die gleichen: Man nehme eine Basiskarosse der AG, verpflanze darin ein eigentlich völlig übermotorisiertes Triebwerk und würze das Ganze mit ein paar scharf geschnitzten Schürzen und Schwellern. Fertig ist eine höchst appetitliche Kreation überaus fahrdynamischen Ausmaßes!

Auch beim BMW M4 kochten die Garchinger Experten nur mit Wasser, mit ziemlich heißem Wasser aber! Und da wir bei DRIVAR uns ganz gerne die Finger verbrennen, haben wir gleich den „Ober-M4“ zum Test herangezogen: Er hört auf den wettbewerbsorientierten Namen „Competition“ und gibt sich im Vergleich zum Standardmodell ausschließlich mit Zutaten der 3-Sterne-Kategorie zufrieden: Filigrane 20″-Schmiedefelgen (leider zur Zeit unseres Ausflugs witterungsbedingt eingelagert), golden hervorlugende Keramikbremssättel im Oversize-Dress, Echtcarbonelemente und viele weitere, wunderschöne Details, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen!

Das haben wir dann auch erst einmal für ein paar Stunden getan… Dieser BMW ist so wunderbar schön anzuschauen (erst recht, wenn die Sonne den sakhirorangen Lack schimmern lässt), dass wir fast das Fahren vergessen haben.

Hatte ich euch eigentlich vom Cohibabraunen Leder im Innenraum erzählt…? Ja ist ja OK, wir kommen ja schon dynamischen Teil des Fahrberichts!

Bei dem wären wir nämlich anfangs fast eingeschlafen… WAS!? Ja, richtig gelesen. Dieser M4 fühlt sich vom Start weg nämlich erstmal ziemlich „normal“ an. Kein lautes Geschrei beim Anlassen, von der Sitzposition und der Geschmeidigkeit, mit der das DKG im Normalmodus die Gänge sortiert könnte man sich mit verbundenen Augen auch fast in einem 7er-BMW vermuten. (Rein von der Ausstattung, die man mittlerweile in die ehemals „kleinste“ BMW-Baureihe packen kann, sowieso..).

Bevor Ihr jetzt aber vor lauter Langeweile zurück auf eure Facebook-Timeline klickt, möchte ich euch lieber schnell erzählen, wie aus dem weichgespülten Sportcoupé ein finsterer Porschejäger wird!

Es sind ein paar unscheinbare Knöpfe auf der Mittelkonsole die Euch davon trennen, vom biederen Pantoffelhelden zum lederjackentragenden Bad Boy zu mutieren! Knöpfe, nach deren Betätigung dieses Auto alles ist, aber nicht mehr leise und unauffällig! Ist beim normalen M4 eine vernünftige Zubehörauspuffanlage schon fast Pflicht, könnt ihr euch als Eigner eines „Competition“ von dem Geld lieber ein paar Sätze Reifen kaufen… Denn obwohl der Biturbo-Reihensechser jetzt nicht zwingend für die volle Punktzahl im Soundcontest der Sportwagen bekannt ist, liefert er in Verbindung mit der Competition-Klappenauspuffanlage wohl eines der schönsten Argumente überhaupt, endlich mal einen BMW M4 zu fahren. Gerade die Zwischengeräusche (peitschendes Knallen beim Gangwechsel, feinstes Poppen beim Abtouren) haben uns gefühlt zwanzig Mal durch die bekannte „Soundröhre“ an der Rappbodetalsperre im Harz brettern lassen, natürlich stets StVO-konform…;-)
Dass der M4 geradeaus eine druckvolle Erscheinung ist, ist wahrlich kein Geheimnis. Dabei sind die knapp 20 Extra-Pferdchen im Vergleich zum Basis-M4 eher Makulatur, als dass sie wirklich spürbar wären. Doch auf den welligen Landstraßen im Harzer Umland reichen uns auch diese vorhandenen 550 NM absolut aus, um die Grenzen des Fahrwerks auszuloten. Und die sind auf echtem Weltklasse-Niveau! Porschejäger bezog sich hier nämlich weniger auf die Längsdynamik (hier fährt mittlerweile fast jeder chipgetunte Golf GTI in Reichweite eines 911), sondern vor allem auf die grandiose Querdynamik bezog: Messerscharfe Lenkung mit absolut authentischem Feedback, ein zu jeder Straße ideal zu konfigurierendes Fahrwerk und die (von BMW gewohnte) perfekte Gewichtsbalance sorgen dafür, dass man den M4 zwar auch mal gerne über die Autobahn jagt oder ein paar Chicas am Eiscafé beeindrucken möchte, mit ihm aber auf einsamen Landstraßen an verschlafenen Sonntagen eindeutig den größten Spaß überhaupt hat. Eine Rennstrecke lag leider nicht auf unserer Route, aber so haben wir wenigstens einen Grund, dem Eigentümer sein Schätzchen in naher Zukunft nochmal für einen Rennstreckentest auf Herz und Nieren zu entführen…

So, Freunde! Und wenn ihr jetzt von diesem kleinen Exkurs der BMW-Familie ein wenig angeturnt seid, macht ihr euch bitte mit unserem youtube-Video zum BMW M4 noch so richtig horny (auf das Auto natürlich!) und stellt natürlich zeitnah eine Anfrage zum BMW M4 mieten auf DRIVAR, stimmt´s!? 😉

Bis bald & sonnige Grüße aus dem Harz,

Euer Phillipp

Hinterlasse eine Antwort