Aston Martin Vantage: Zahlen, Daten, Fakten und Tests
Der aktuelle Aston Martin Vantage ist kein bloßes Facelift mit etwas mehr Leistung, sondern eine tiefgreifend überarbeitete Interpretation des kompakten Aston-Sportwagens: stärker, digitaler, breiter abgestützt und klarer auf Fahrerorientierung getrimmt. Wer wissen will, wie sich 680 PS, 800 Nm, 50:50-Gewichtsverteilung, neue Elektronik und die überarbeitete Kabine im Gesamtbild einordnen lassen, findet hier die wichtigsten Daten, Hintergründe, Modellupdates und Testeindrücke sauber zusammengeführt.[1][2]
Was beim aktuellen Vantage neu ist
Das heute relevante Vantage-Kapitel begann im Februar 2024 mit der stark überarbeiteten Neuauflage des Coupés. Aston Martin spricht nicht nur von mehr Leistung, sondern von einem umfassend neu abgestimmten Gesamtpaket aus Motor, Fahrwerk, Elektronik, Aerodynamik und Innenraum. 2025 folgten der Roadster und später der nochmals zugespitzte Vantage S als Performance-Spitze der Baureihe.[2][7][8]
| Datum | Relevantes Update |
|---|---|
| 12. Februar 2024 | Vorstellung des umfassend überarbeiteten Vantage Coupé mit 665 PS in der Pressemeldung und 680 PS auf der offiziellen Modellseite, 800 Nm, neuer Innenraumarchitektur, Bilstein-DTX-Dämpfern, E-Diff und Q2-2024-Start der Auslieferungen.[1][2] |
| 15. Januar 2025 | Marktstart des Vantage Roadster als offene Variante mit identischer Leistungsangabe von 680 PS und 800 Nm; die Stoffhaube öffnet laut Aston Martin in 6,8 Sekunden.[8] |
| 9. Juli 2025 | Vorstellung des Vantage S als schärfere Ausbaustufe innerhalb der Familie. Aston Martin positioniert ihn ausdrücklich als Peak der sportlichen Vantage-Entwicklung und nennt erste Auslieferungen ab Q4 2025.[7] |
| 29. August 2025 | Der Vantage S übernimmt offiziell FIA-Safety-Car-Aufgaben in der Formel 1 – ein starkes Signal für die Motorsport-nahen Ambitionen des Modells.[9] |
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Die Baureihe ist damit klar gegliedert: Coupé als Kernmodell, Roadster für Open-Air-Fahrer und Vantage S als zugespitzte Weiterentwicklung.[7][8]
Technik, Fahrcharakter und Einordnung im Alltag
Der aktuelle Vantage bleibt dem klassischen Rezept treu: Frontmittelmotor, Hinterradantrieb, zwei Sitze, relativ kompakte Außenmaße und ein deutlicher Fokus auf den Fahrer. Genau dieses Layout macht das Auto so interessant. Es ist kein mittelmotoriger Exot, der jede Alltagssituation dem Streben nach maximaler Rundstreckenzeit opfert, sondern ein Sportwagen, der seine Faszination aus Motorcharakter, Lenkpräzision, Traktion am Kurvenausgang und einer sehr spezifischen Sitzposition bezieht.[1][2]
Unter der langen Haube arbeitet weiterhin ein 4,0-Liter-V8-Biturbo, der mit 680 PS und 800 Nm heute deutlich kräftiger auftritt als der frühere Vantage der 2018er Generation. Aston Martin nennt größere Turbolader, neue Nockenprofile und eine deutlich ausgebautere Kühlung als Kernelemente der Überarbeitung. Dazu kommen ein elektronisches Sperrdifferenzial, adaptive Bilstein-DTX-Dämpfer und ein auf 50:50 austariertes Gewichtsverhältnis – also genau die Zutaten, die auf dem Papier den Sprung vom charismatischen GT-nahen Sportwagen zum schärfer gezeichneten Fahrerauto erklären.[1][2][5]
Im Alltag ist der Vantage dennoch kein roher Track-Specialist. Mehrere Testberichte beschreiben gerade die sanfteren Fahrmodi als erstaunlich nutzbar auf normalen Straßen. Road & Track hebt hervor, dass der neue Vantage trotz strafferem Setup auf der Straße GT-hafter wirkt als der Vorgänger. MotorTrend wiederum betont, dass jede Fahrstufe klar unterscheidbar bleibt, ohne das Auto in einen unbrauchbaren Kompromiss zu verwandeln.[5][6]
Hinzu kommt der deutlich modernisierte Innenraum. Das war beim Vorgänger einer der häufigsten Kritikpunkte: zu viele Mercedes-Schalter, zu wenig eigene Architektur, dazu ein Infotainment, das nicht mehr zeitgemäß wirkte. Beim aktuellen Vantage setzt Aston Martin auf eine neue 10,25-Zoll-Zentrale, eigene Bedienlogik und weiterhin bewusst erhaltene physische Tasten für zentrale Fahrfunktionen. Top Gear lobt genau diese Mischung aus Materialqualität, neuer Software und klassisch-analoger Bedienbarkeit.[3][1]
Wer den Aston Martin Vantage nicht nur technisch, sondern auch emotional einordnen möchte, landet schnell bei einer spannenden Schnittstelle: Er ist sportlicher und aggressiver als viele klassische GT-Coupés, bleibt aber kultivierter und stilistisch eleganter als einige extrovertierte Mittelmotor-Konkurrenten. Damit sitzt er genau in jenem Raum, in dem sich auch Fahrzeuge wie ein Porsche 911 GTS, ein Mercedes-AMG GT oder ein Frontmotor-Ferrari mit V8 messen lassen – allerdings mit einem ganz eigenen britischen Stilverständnis.[3][4][6]
Der Vantage ist kein Auto, das seine Wirkung nur aus Zahlen zieht. Die offiziellen Daten sind stark, aber die eigentliche Pointe liegt im Zusammenspiel aus V8-Charakter, Hinterradantrieb, relativ kompakter Karosserie und einem Innenraum, der den Fahrer deutlich stärker integriert als beim Vorgänger.[1][3]
Historie: Warum der Name Vantage so wichtig ist
Der Name Vantage ist bei Aston Martin nicht neu, sondern tief in der Markengeschichte verankert. Laut Aston Martin wurde „Vantage“ bereits 1950 verwendet, damals zunächst für ein leistungsgesteigertes Motorpaket im DB2. Als eigenständige Modellbezeichnung tauchte der Name 1964 beim DB5 Vantage auf. Seit den frühen 1970er-Jahren entwickelte sich Vantage dann zunehmend zu einer eigenen, besonders sportlich aufgeladenen Linie im Programm der Marke.[2]
Genau deshalb ist die aktuelle Generation mehr als ein normales Modellupdate. Aston Martin musste den Vantage in eine Gegenwart übersetzen, in der Sportwagen nicht nur schnell, sondern auch softwareseitig konkurrenzfähig, ergonomisch sauber und visuell unverwechselbar sein müssen. Das erklärt, warum die 2024er Überarbeitung so tief ging: Sie musste sowohl die technische Basis stärken als auch die Identität des Vantage für ein neues Jahrzehnt schärfen.[2][3]
1950: erster Einsatz des Namens „Vantage“. 1964: Vantage als Modellbezeichnung am DB5. Frühe 1970er: Vantage wird zur eigenständigeren Baureihenidee. 2018: moderne AMG-basierte V8-Vantage-Generation. 2024: tiefgreifende Neuinterpretation des aktuellen Vantage Coupé.[2]
Warum der aktuelle Vantage so interessant ist
1. Er bleibt ein echter Frontmotor-Sportwagen
Viele moderne Performance-Autos verschieben sich konzeptionell in Richtung Allrad, Hybridisierung oder immer größerer Plattformen. Der Vantage hält am klassischen Frontmotor-/Heckantriebs-Prinzip fest und macht genau daraus seine Identität. Aston Martin nennt die 50:50-Gewichtsverteilung ausdrücklich als zentrale Eigenschaft; auch Testberichte nehmen das Auto als spürbar heckgetrieben und fahrerfokussiert wahr.[2][6]
2. Er verbindet Charisma mit modernerer Nutzbarkeit
Ein Sportwagen dieser Klasse lebt nicht nur von Beschleunigungswerten. Er muss innen überzeugend wirken, auf schlechten Straßen nicht sofort nerven und bei mittleren Geschwindigkeiten bereits besonders sein. Genau an diesem Punkt hat Aston Martin nachgebessert. Die neue Kabine, das eigene Infotainment, 21-Zoll-Bereifung ab Werk und die feinere Spreizung der Fahrmodi machen den aktuellen Vantage deutlich vollständiger als viele frühere Jahrgänge.[1][3][5]
Fakten, Daten und belastbare Testeindrücke
Kompakte Kerndaten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Karosserie | Zweitüriges Coupé, 2+0 Sitze[1] |
| Antriebskonzept | Frontmittelmotor, Hinterradantrieb[1] |
| Motor | 4,0-Liter V8 Biturbo[1] |
| Leistung | 680 PS bei 6.000/min[1] |
| Drehmoment | 800 Nm von 2.000 bis 5.000/min[1] |
| Getriebe | ZF 8-Gang-Automatik, hinten angeordnet[1][4] |
| 0–100 km/h | 3,5 Sekunden[1] |
| Höchstgeschwindigkeit | 325 km/h[1] |
| Länge / Breite / Höhe | 4.495 / 1.980 / 1.275 mm ohne Spiegel[1] |
| Radstand | 2.705 mm[1] |
| Gewicht | 1.745 kg EU-Kerbgewicht[1] |
| Tankinhalt | 73 Liter[1] |
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Die Angaben beziehen sich auf das offizielle Coupé-Datenblatt der aktuellen Vantage-Baureihe.[1]
Was Tests besonders hervorheben
| Bereich | Einordnung |
|---|---|
| Innenraum | Top Gear lobt die neue Aston-Infotainment-Generation, hochwertige Materialien und die insgesamt deutlich aufgewertete Cockpit-Architektur.[3] |
| Fahrwerk | MotorTrend beschreibt die Balance aus Ride und Handling als prägenden Teil des neuen Charakters; die Modi seien klar unterscheidbar, aber allesamt nutzbar.[5] |
| Straßencharakter | Road & Track ordnet den neuen Vantage als etwas GT-hafter als den Vorgänger ein, trotz des deutlich geschärften Gesamtpakets.[6] |
| Performance-Messung | MotorTrend ermittelte 1,04 g auf dem Skidpad; zugleich zeigte der Test, dass der Vantage fahrdynamisch engagiert und nicht völlig narrensicher wirkt.[10] |
| Marktposition | Car and Driver sieht den aktuellen Vantage als deutlich verbesserten, sehr kraftvollen und visuell markanten Gegenpol zu etablierten High-Performance-GT-Coupés.[4] |
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Tests, Stärken, Schwächen und Konkurrenz
Review 1: Was an der Technik überzeugt
Die größte Stärke des aktuellen Vantage liegt darin, dass die Leistungserhöhung nicht isoliert blieb. Mehr Power allein wäre bei einem heckgetriebenen Zweitürer kaum ausreichend gewesen. Stattdessen wurde die Fahrdynamik mit Elektronik, Dämpferabstimmung, Differenzial und Reifenbasis so angepasst, dass aus der Motorleistung ein stimmigeres Gesamtpaket wurde. Das ist gerade im Vergleich zum früheren Vantage wichtig, der oft für Sound und Stil gelobt, aber fahrdynamisch nicht immer als Klassenreferenz empfunden wurde.[2][5]
Review 2: Wo der Vantage im Alltag punktet
Der Aston ist nicht das vernünftigste Auto seiner Klasse – und will es auch nicht sein. Aber er ist im Jahr 2026 wesentlich weniger kompromissbehaftet als frühere Vantage-Jahrgänge. Die Bedienung ist plausibler, der Innenraum deutlich hochwertiger integriert, die Assistenzliste umfangreicher und die Fahrwerksmodi alltagstauglicher abgestuft. Wer also nicht nur ein Wochenendobjekt, sondern auch ein gelegentlich längeres Reiseauto sucht, findet hier deutlich mehr Substanz als der martialische Auftritt zunächst vermuten lässt.[1][3][6]
Review 3: Wo seine Grenzen liegen
Die Kehrseite gehört zur Ehrlichkeit eines Sportwagens dieser Klasse: Große Leistung auf der Hinterachse verlangt Respekt, und die fahrdynamische Abstimmung wirkt engagierter als bei manchem neutralen Allrad-Konkurrenten. Zudem zeigen Vergleichstests, dass der Vantage nicht in jeder objektiven Messung automatisch die Klassenbestmarke setzt. Gerade das macht ihn aber für viele interessant: weniger klinische Perfektion, mehr Charakter und mehr mechanisches Eigenleben.[10][4]
Im Wettbewerbsumfeld ist der Vantage damit eine eigenständige Wahl. Ein Porsche 911 ist in vielen Ausprägungen objektiv das präzisere Universalwerkzeug, ein Mercedes-AMG GT wirkt je nach Version muskulöser oder luxuriöser, und italienische Alternativen setzen oft stärker auf theatralische Inszenierung. Der Aston Martin Vantage hingegen lebt davon, dass er zugleich elegant, ernsthaft schnell und spürbar analoger im Erlebnis bleibt, obwohl die Technik im Hintergrund klar modernisiert wurde.[3][4][6]
Wer tiefer in britische Sportwagen, klassische Frontmotor-Konzepte und exklusive Fahrerlebnisse eintauchen möchte, findet bei DRIVAR auch passende Übersichten zu Aston Martin Modellen, zu besonders gefragten Sportwagen sowie zu ausgewählten Luxusautos. Gerade dort wird deutlich, warum der Vantage im Portfolio vieler Enthusiasten eine Sonderstellung einnimmt: Er verbindet Performance nicht mit maximaler Lautstärke, sondern mit Stil und einer sehr britischen Art von Selbstbewusstsein.
Als Fazit lässt sich der aktuelle Vantage deshalb sauber so einordnen: Er ist die erwachsenere, technisch deutlich schärfer ausgearbeitete Version eines ohnehin ikonischen Namens. Wer nicht nur Zahlen sammelt, sondern Charakter, Proportionen, Sound und Fahrgefühl zusammen betrachtet, bekommt hier eines der interessantesten Frontmotor-Sportcoupés der Gegenwart.[1][2][3]
FAQ zum Aston Martin Vantage
Wie viel Leistung hat der aktuelle Aston Martin Vantage?
Das aktuelle Vantage Coupé leistet laut offizieller Modellseite 680 PS und 800 Nm. Die 0–100-km/h-Zeit gibt Aston Martin mit 3,5 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit 325 km/h.[1]
Hat der Vantage noch Hinterradantrieb?
Ja. Der aktuelle Vantage bleibt ein heckgetriebener Frontmittelmotor-Sportwagen. Gerade diese Konfiguration ist zentral für die fahrerische Identität des Modells.[1][2]
Was ist beim 2024er/2025er Vantage neu?
Neu sind unter anderem die deutliche Leistungssteigerung, die umfangreich überarbeitete Kühlung, größere Turbolader, neue Fahrwerks- und Elektronikabstimmung, ein neuer Innenraum mit eigenem Infotainment sowie zusätzliche Varianten wie Roadster und Vantage S.[2][7][8]
Ist der Aston Martin Vantage eher GT oder eher Sportwagen?
Er liegt genau dazwischen. Tests beschreiben ihn als deutlich schärfer und fahraktiver als den Vorgänger, gleichzeitig aber nicht als kompromisslosen Rennstrecken-Sonderling. Das macht ihn für viele Fahrer besonders reizvoll.[5][6]
Wie groß ist der Aston Martin Vantage?
Das Coupé ist 4.495 mm lang, 1.980 mm breit ohne Spiegel, 1.275 mm hoch und hat einen Radstand von 2.705 mm.[1]
Gibt es den aktuellen Vantage auch offen?
Ja. Aston Martin hat im Januar 2025 den Vantage Roadster vorgestellt. Er übernimmt den V8-Biturbo mit 680 PS und 800 Nm und ergänzt das Coupé um ein schnell öffnendes Stoffverdeck.[8]
Aston Martin selbst erleben
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Quellen
- Aston Martin – Vantage Coupe: offizielle Modell- und Spezifikationsseite
- Aston Martin – Introducing new Vantage: Engineered for real drivers (12.02.2024)
- Top Gear – Aston Martin Vantage Review
- Car and Driver – 2025 Aston Martin Vantage Review, Pricing, and Specs
- MotorTrend – 2025 Aston Martin Vantage First Drive Review
- Road & Track – 2025 Aston Martin Vantage Is a Luxury Muscle Car
- Aston Martin – Vantage S: The peak of sports car performance (09.07.2025)
- Aston Martin – New Vantage Roadster: Engineered for real drivers (15.01.2025)
- Aston Martin – The new Aston Martin Vantage S assumes FIA Safety Car duties in Formula 1 (29.08.2025)
- MotorTrend – 2025 Aston Martin Vantage Coupe First Test Review