Maserati Levante: Zahlen, Daten, Fakten und Tests
Der Maserati Levante ist kein nüchterner Luxus-SUV, sondern ein italienischer Gran Turismo mit erhöhter Sitzposition: groß, schnell, klangstark und im besten Fall emotionaler als viele deutsche Perfektionsmaschinen. Diese Enzyklopädie ordnet Technik, Varianten, Historie, Alltag, Stärken, Schwächen und Testeindrücke faktenbasiert ein.
Motoren & Leistung
Performance
Aktueller Stand: Baureihe, Ultima-Modelle und Einordnung
Der Levante war Maseratis Einstieg in die Luxus-SUV-Klasse, startete 2016 als erster SUV der Marke, erhielt später die emotionalen V8-Topmodelle Trofeo und V8 Ultima und gilt nach Branchenberichten seit 2024 als ausgelaufene Baureihe.[2][5][11]
| Meilenstein | Einordnung |
|---|---|
| 29. Februar 2016: Produktionsstart in Mirafiori | Stellantis/FCA meldete den Produktionsbeginn im Werk Mirafiori in Turin und bezeichnete den Levante als ersten SUV der mehr als hundertjährigen Maserati-Geschichte.[3] |
| 1. März 2016: Weltpremiere in Genf | Auf dem 86. Genfer Automobilsalon präsentierte Maserati den Levante als erstes SUV der Marke; der Name verweist auf einen warmen Mittelmeerwind.[2] |
| 2018/2019: Levante Trofeo | Mit dem Trofeo kam der erste Levante mit V8-Biturbo, 580 PS in Europa, 730 Nm und 0–100 km/h in 4,1 Sekunden.[4] |
| Modelljahr 2023/2024: GT, Modena, V8 Ultima | Die MY24-Unterlagen führen den Levante GT mit 330 PS, den Levante Modena mit 430 PS und den V8 nur noch als spezielle Levante V8 Ultima-Serie.[1] |
| Goodwood 2023: Abschied vom V8 | Maserati stellte Ghibli 334 Ultima und Levante V8 Ultima als globale Debüts vor und markierte damit das finale Kapitel der V8-Grand-Tourer-Linie.[5] |
| 2024: Produktionsende laut Branchenberichten | Motor1 listet den Levante unter den eingestellten Modellen und nennt den 31. März 2024 als Ende der Produktion im Werk Mirafiori.[11] |
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Hinweis: Technische Daten und Verfügbarkeiten unterscheiden sich je nach Markt, Modelljahr und Ausführung. Die hier genannten Leistungs- und Verbrauchswerte beziehen sich primär auf europäische Herstellerangaben und MY24-Daten.[1][12]
Charakter und Konzept: italienischer Gran Turismo im SUV-Format
Der Maserati Levante entstand in einer Phase, in der Luxusmarken das SUV-Segment nicht länger ignorieren konnten. Porsche hatte mit dem Cayenne längst gezeigt, dass sich Sportwagen-DNA und hohe Karosserie verbinden lassen; Bentley, Lamborghini und Aston Martin folgten mit eigenen Interpretationen. Maserati wählte für seinen SUV einen bewusst emotionalen Weg: Der Levante sollte nicht nur Nutzwert liefern, sondern die typische Marke-Maserati-Mischung aus Klang, eleganter Linie, Langstreckenkomfort und Exklusivität in eine familientaugliche Karosserie übertragen.
Die offizielle Premiere fand 2016 in Genf statt. Maserati beschrieb den Levante damals als erstes SUV in der hundertjährigen Markengeschichte und betonte Design, Exklusivität und Performance als Kernmerkmale.[2] Schon diese Positionierung macht klar: Der Levante ist kein reines Vernunftauto. Er will weder maximalen Innenraum pro Außenmeter noch minimale Betriebskosten liefern, sondern ein luxuriöses Fahrerlebnis mit eigenständigem Stil. Wer eher nach kompaktem, niedrigerem Sportwagengefühl sucht, findet bei DRIVAR auch passende Alternativen im Bereich Sportwagen mieten; der Levante übersetzt den Reiz eines Performance-Fahrzeugs dagegen in ein SUV mit höherem Einstieg und großem Reisekomfort.
Technisch basiert der Levante auf einer weiterentwickelten Architektur aus Quattroporte und Ghibli. Maserati nannte bei der Vorstellung außerdem Doppelquerlenker vorn, Mehrlenkerachse hinten, elektronisch geregelte Dämpfer, Luftfedern, Allradantrieb Q4, 8-Gang-Automatik und ein mechanisches Sperrdifferenzial als zentrale Bausteine.[2] Das erklärt, warum sich der Levante im besten Fall weniger wie ein schweres Komfort-SUV und mehr wie ein hochbeiniger Gran Turismo anfühlt: langer Radstand, breite Spur, viel Motor unter der Haube, aber eine Fahrwerksauslegung, die den Wagen straffer und verbindlicher positioniert als viele klassische Luxus-SUVs.
Der Levante ist dann am stärksten, wenn man ihn nicht als rationalsten SUV der Klasse bewertet, sondern als Alternative für Fahrer, die Sound, Markencharakter und Seltenheit höher gewichten als maximale digitale Perfektion oder den größten Fond.
Antrieb: vom Mild-Hybrid bis zum V8-Trofeo
Im europäischen MY24-Portfolio spannte der Levante einen ungewöhnlich breiten Bogen. Der Levante GT nutzte einen 2,0-Liter-Vierzylinder mit Mild-Hybrid-Technik, 330 CV/PS, 450 Nm, 245 km/h Spitze und 0–100 km/h in 6,0 Sekunden.[1] Der Levante Modena setzte auf den 2.979 cm³ großen V6-Biturbo mit 430 CV/PS und 580 Nm; Maserati gibt dafür 266 km/h und 5,2 Sekunden auf 100 km/h an.[1] Der Levante Trofeo beziehungsweise V8 Ultima steht am anderen Ende der Skala: 3,8-Liter-V8-Biturbo, 580 PS in Europa, 730 Nm, 0–100 km/h in 4,1 Sekunden und bis zu 302 km/h.[4][12]
Der Unterschied zwischen diesen Varianten ist nicht nur messbar, sondern spürbar im Charakter. Der GT ist die modernere, effizientere Interpretation des Levante, während der Modena die klassische Maserati-Mitte bildet: souveräne Leistung, mehr Klang, mehr Elastizität, aber noch nicht die kompromisslose Theatralik des V8. Der Trofeo ist dagegen das Statement-Modell. Laut Maserati ist der Trofeo der erste Levante mit V8, wurde mit Q4-Allrad, Corsa-Fahrmodus, Launch Control und spezifischer Fahrwerksabstimmung entwickelt und in unterschiedlichen Klima- und Straßenbedingungen getestet.[4]
Q4-Allrad und Luftfahrwerk: Traktion mit Heckantriebsgefühl
Ein technischer Schlüssel des Levante ist der Q4-Allradantrieb. Maserati beschreibt, dass das System unter normalen Bedingungen das gesamte Drehmoment an die Hinterachse leiten kann und bei Traktionsbedarf die Momentenverteilung bis zu 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse verschiebt; der Wechsel kann laut Hersteller in 150 Millisekunden erfolgen.[1] Zusammen mit dem hinteren Sperrdifferenzial soll das jene Mischung ermöglichen, die viele Levante-Fahrer suchen: sichere Traktion bei schlechtem Wetter, aber im Grundcharakter kein neutralisiertes, emotionsarmes Allradsystem.
Die serien- beziehungsweise ausstattungsabhängige Luftfederung ist ebenfalls mehr als Komfortdekor. Maserati nennt mehrere Höhenstufen, die vom erhöhten Offroad-Setup bis zur abgesenkten Autobahnposition reichen.[1] In der Praxis unterstützt das zwei Seiten des Levante: Einerseits kann er lange Strecken gelassener absolvieren, andererseits senkt er bei zügiger Fahrt den Schwerpunkt und wirkt stabiler. Gleichzeitig bleibt die physische Realität eines großen SUV bestehen. Je nach Radgröße, Reifen und Fahrmodus kann der Levante straff auftreten; besonders die V8-Modelle sind keine weichen Chauffeursfahrzeuge.
Historie: warum der Levante für Maserati wichtig war
Der Levante war für Maserati ein strategischer Schnitt. Bis dahin stand die Marke vor allem für Coupés, Cabriolets und Sportlimousinen. Mit dem Levante trat Maserati in jenes Segment ein, das global stark wuchs und für Luxusmarken enorme Relevanz gewann. Die Produktion begann am 29. Februar 2016 im traditionsreichen Mirafiori-Werk in Turin; Stellantis/FCA beschrieb Mirafiori damals als integrierten Produktionsstandort mit erheblichen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten.[3]
Bemerkenswert ist auch die Namenswahl. Maserati erklärte 2016, der Levante sei nach einem warmen Mittelmeerwind benannt, der sich von einer leichten Brise zu einer unwiderstehlichen Kraft entwickeln könne.[2] Diese Metapher passt ungewöhnlich gut zur Baureihe: In den Basis- und V6-Versionen fährt der Levante kultiviert und langstreckentauglich, in den Trofeo-Varianten kippt er in ein fast dramatisches Performance-SUV mit Ferrari-kooperiertem V8 und 730 Nm.[4]
Der letzte große emotionale Höhepunkt war der Abschied vom V8. Maserati präsentierte 2023 beim Goodwood Festival of Speed den Levante V8 Ultima und den Ghibli 334 Ultima als Sondermodelle, um das finale Kapitel der V8-betriebenen Maserati-Grand-Tourer zu markieren.[5] Damit wurde der Levante zugleich zu einem Sammlerstück für jene, die den klassischen Maserati-Klang in SUV-Form bewahren möchten.
Stärken und Schwächen im Alltag
Stärken: Sound, Souveränität, Stil
Die stärkste Seite des Levante ist seine Atmosphäre. Schon die V6-Versionen wirken expressiver als viele direkte Konkurrenten, während der Trofeo mit V8-Biturbo klar zur emotionalen Spitze des Segments gehört. Car and Driver lobte beim 2024er Levante die „operatic engines“ und die kräftige V8-Performance, sah den Wagen aber zugleich in einer exotischen Preis- und Positionierungsnische.[6] Genau dort liegt sein Reiz: Der Levante ist ein SUV für Fahrer, die nicht nur objektive Tabellenwerte, sondern ein besonderes Erlebnis suchen.
Auch der Nutzwert ist real. Der MY24-Katalog nennt 580 Liter Kofferraumvolumen, 3.004 mm Radstand und 80 Liter Tankinhalt.[1] Das macht den Levante zum Langstreckenauto, nicht nur zum Wochenendspielzeug. Wer den SUV-Charakter bewusst sucht, kann ihn als komfortablere, reisefähigere Alternative zu klassischen Coupés verstehen; weitere hochbeinige Performance-Modelle finden sich bei DRIVAR unter SUV mieten.
Schwächen: Gewicht, Verbrauch, digitale Reife
Die Kehrseite ist ebenso klar. Ein Leergewicht um die 2,1 Tonnen, große Räder und leistungsstarke Motoren bedeuten höhere Betriebskosten für Reifen, Bremsen und Kraftstoff. Maserati nennt für den Levante Modena im MY24-Katalog 12,1 bis 12,7 l/100 km kombiniert und 273 bis 288 g/km CO₂ kombiniert nach den angegebenen Testbedingungen.[1] Für den V8 Ultima führt Maserati Deutschland 14,5 bis 14,4 l/100 km kombiniert und 329 bis 327 g/km CO₂ an.[12]
Außerdem ist der Levante ein Modell, dessen Grundarchitektur aus der Mitte der 2010er-Jahre stammt. Das Cockpit kann hochwertig wirken, doch Testberichte kritisierten wiederholt, dass einzelne Bedien- und Materialdetails nicht durchgängig auf dem Niveau des Preises liegen. Car and Driver erwähnt etwa starke Performance und Stil, aber auch weniger Raum als bei manchen Rivalen und einzelne weniger hochwertige Innenraumdetails.[6] Wer maximale Infotainment-Modernität erwartet, sollte das Fahrzeug daher bewusst prüfen.
Technische Daten und Fakten
Grunddaten des Maserati Levante
| Kategorie | Wert / Einordnung |
|---|---|
| Baureihe | Maserati Levante, erstes SUV der Marke, Weltpremiere 2016 in Genf.[2] |
| Produktionsstandort | Mirafiori-Werk, Turin; Produktionsstart am 29. Februar 2016.[3] |
| Architektur | Weiterentwickelte Basis von Quattroporte und Ghibli; ausgelegt für Luxus-SUV-Anforderungen.[2] |
| Fahrwerk | Doppelquerlenker vorn, Mehrlenkerachse hinten, elektronisch geregelte Dämpfung, Luftfedern mit mehreren Höhenstufen.[2] |
| Allrad | Q4-System, im Normalfall heckbetont, bei Bedarf variable Kraftverteilung bis 50:50.[1] |
| Getriebe | 8-Gang-Automatik; Maserati nennt Normal, Sport, Off-Road und I.C.E. als Fahrprogramme.[1] |
| Länge | 5.005 mm beim GT, 5.020 mm beim Modena nach MY24-Daten.[1] |
| Breite ohne Spiegel | 1.981 mm nach MY24-Daten.[1] |
| Radstand | 3.004 mm nach MY24-Daten.[1] |
| Kofferraum | 580 Liter nach MY24-Daten.[1] |
| Tankvolumen | 80 Liter nach MY24-Daten.[1] |
| Assistenzsysteme | Maserati nennt unter anderem Level-2-Assistenz, Highway Assist, Lane Keeping Assist, Active Blind Spot Assist, Surround View und Adaptive Cruise Control mit Stop & Go.[1] |
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Die Daten können je nach Radgröße, Ausstattung, Markt und Modelljahr abweichen. Für verbindliche Werte eines konkreten Fahrzeugs sind Fahrzeugschein, CoC-Papiere oder Herstellerunterlagen maßgeblich.
Varianten, Motoren und Fahrleistungen
| Version | Technik und Daten |
|---|---|
| Levante GT | 2,0-Liter-R4-Mild-Hybrid, 330 PS, 450 Nm, AWD, 245 km/h, 0–100 km/h in 6,0 s, 580 l Kofferraum.[1] |
| Levante Modena | 2.979 cm³ V6-Biturbo, 430 PS, 580 Nm, AWD, 266 km/h, 0–100 km/h in 5,2 s, 8-Gang-Automatik.[1] |
| Levante Trofeo / V8 | 3,8-Liter-V8-Biturbo, in Europa 580 PS und 730 Nm; 0–100 km/h in 4,1 s, bis 302 km/h laut deutschen Herstellerangaben.[4][12] |
| Levante V8 Ultima | Goodwood-2023-Sondermodell als Abschiedsmarke für Maseratis V8-Grand-Tourer-Linie; zusammen mit Ghibli 334 Ultima vorgestellt.[5] |
| US-Markt 2024 | Edmunds führt für den 2024 Levante Modena Ultima AWD 3,0-Liter-V6, 8-Gang-Automatik, AWD, 424 hp, 428 lb-ft, 5 Sitze und 20,5 cu.ft. Kofferraum auf.[7] |
| Verbrauch Modena EU | 12,1–12,7 l/100 km kombiniert und 273–288 g/km CO₂ kombiniert nach MY24-Daten.[1] |
| Verbrauch V8 Ultima EU | 14,5–14,4 l/100 km kombiniert und 329–327 g/km CO₂ laut Maserati Deutschland.[12] |
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Tests und Fahrberichte: was die Presse am Levante lobt und kritisiert
Car and Driver: exotische Nische statt Klassenprimus
Car and Driver bewertet den 2024er Levante als stilvolles, kräftiges SUV mit besonders reizvollen Motoren, sieht aber gleichzeitig einen hohen Preis, weniger Innenraum als bei manchen Wettbewerbern und einzelne Innenraumdetails, die nicht ganz zur Luxuspositionierung passen.[6] Diese Einschätzung trifft den Kern: Der Levante gewinnt selten über reine Vernunft, sondern über Sound, Präsenz und Seltenheit.
Auto Bild: früher Fahrbericht mit Fokus auf Sportlichkeit
Auto Bild ordnete den Levante 2016 als sportliches Maserati-SUV ein und verwies beim 430-PS-Levante S auf 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 264 km/h.[8] Interessant ist, dass diese frühen Daten sehr nah an den späteren europäischen Modena-Werten liegen, die Maserati im MY24-Katalog mit 430 PS, 5,2 Sekunden und 266 km/h angibt.[1]
Top Gear und Auto Motor und Sport: Individualität und V8-Dramatik
Top Gear beschreibt den Levante als SUV, das für Käufer interessant bleibt, wenn Stil, Sportlichkeit und Individualität wichtiger sind als maximale Praktikabilität.[9] Auto Motor und Sport rückte im Trofeo-Fahrbericht den V8-Charakter in den Vordergrund und positionierte das Topmodell als besonders emotionalen Vertreter seiner Klasse.[10] Zusammengenommen ergibt sich ein klares Bild: Der Levante ist nicht der objektiv fehlerloseste Luxus-SUV, aber einer der charakterstärksten.
Alltag, Reisen und Kosten: worauf man achten sollte
Im Alltag profitiert der Levante von seiner Länge, dem großen Radstand und dem 580-Liter-Kofferraum.[1] Er eignet sich daher für Wochenenden, lange Autobahnetappen und repräsentative Fahrten. Gleichzeitig ist er fast zwei Meter breit ohne Außenspiegel und mit Spiegeln deutlich darüber; Parkhäuser, enge Altstadtgassen und schmale Hotelzufahrten sollte man mit Ruhe angehen.[1]
Die laufenden Kosten hängen stark von Motor und Nutzung ab. Der GT ist im Levante-Kosmos die effizientere Wahl, der Modena bietet den traditionelleren Maserati-Klang, und der V8 ist der emotionale, aber teuerste Weg. Die MY24-Werte zeigen, dass insbesondere die V6- und V8-Varianten keine Sparmodelle sind.[1][12] Wer den Levante fahren möchte, ohne ihn dauerhaft zu unterhalten, kann eine zeitlich begrenzte Nutzung über Maserati mieten sinnvoller finden als Kauf oder Langzeitbesitz.
Konkurrenzumfeld: Cayenne, X5 M, GLE, Range Rover Sport
Objektiv muss sich der Levante mit Modellen wie Porsche Cayenne, BMW X5/X6 M, Mercedes-AMG GLE, Range Rover Sport und Audi SQ7/RS Q8 messen. Viele dieser Rivalen sind moderner vernetzt, teils geräumiger und oft rationaler kalkulierbar. Der Levante kontert mit einer seltenen Markenwirkung, italienischem Design, einem eigenständigen Soundprofil und einer Mischung aus GT und SUV, die in dieser Form nur wenige Wettbewerber bieten. Genau deshalb ist er weniger die Antwort auf die Frage „Welcher SUV ist am vernünftigsten?“ und mehr die Antwort auf „Welcher SUV fühlt sich besonders an?“.
Fazit: für wen passt der Maserati Levante?
Der Maserati Levante passt zu Fahrern, die ein großes Luxus-SUV suchen, aber nicht in der Masse deutscher Premium-Modelle verschwinden wollen. Er bietet starke Motoren, ein aufwändiges Fahrwerk, echte Langstreckentauglichkeit und ein Design, das auch Jahre nach dem Debüt auffällt. Besonders als Modena oder Trofeo ist er ein Auto für Menschen, die Fahrgefühl und Klang nicht als Nebensache sehen.
Wer maximale Effizienz, den größten Innenraum, die modernste Software oder niedrigste Unterhaltskosten priorisiert, findet sachlichere Optionen. Wer dagegen ein SUV mit Maserati-Charakter sucht, bekommt mit dem Levante ein eigenständiges Stück italienischer Automobilgeschichte: nicht perfekt, aber gerade dadurch erinnerungswürdig.
FAQ zum Maserati Levante
Ist der Maserati Levante ein echtes Maserati-Modell oder nur ein umgelabeltes SUV?
Der Levante wurde von Maserati als erstes SUV der Marke entwickelt und basiert laut Hersteller auf einer weiterentwickelten Quattroporte-/Ghibli-Architektur. Er nutzt Maserati-typische Elemente wie Q4-Allrad, Luftfahrwerk, lange Haube, Trident-Design und in den stärkeren Varianten V6- beziehungsweise V8-Biturbo-Motoren.[2]
Welche Motoren gab es im Maserati Levante?
Je nach Markt und Modelljahr gab es unter anderem V6-Benziner, V6-Diesel, einen 2,0-Liter-Mild-Hybrid und die V8-Topmodelle. Im europäischen MY24-Katalog nennt Maserati den GT mit 330 PS, den Modena mit 430 PS und den V8 als spezielle Levante V8 Ultima-Serie.[1]
Wie schnell ist der Maserati Levante Trofeo?
Der Levante Trofeo leistet in Europa 580 PS und 730 Nm. Maserati nennt für die europäische Version 0–100 km/h in 4,1 Sekunden und 300 km/h in der internationalen Presseinformation; Maserati Deutschland führt für den Levante Trofeo 302 km/h auf.[4][12]
Ist der Levante eher sportlich oder komfortabel?
Er kombiniert beides, aber mit sportlicher Grundnote. Luftfederung und langer Radstand helfen auf Reisen, während Q4-Allrad, Sperrdifferenzial, straffere Fahrmodi und die starken Motoren den Levante fahraktiver machen als viele reine Komfort-SUVs.[1]
Wie groß ist der Kofferraum des Maserati Levante?
Maserati nennt im MY24-Katalog 580 Liter Kofferraumvolumen. Damit ist der Levante alltagstauglich, auch wenn manche Wettbewerber in der Luxus-SUV-Klasse noch mehr Ladevolumen oder einen variableren Fond bieten.[1]
Welche Schwächen hat der Maserati Levante?
Zu den wichtigsten Schwächen zählen hohes Gewicht, hoher Verbrauch bei V6 und V8, breite Karosserie, teure Verschleißteile und ein Innenraum-/Infotainmentniveau, das nicht in allen Details mit jüngeren Konkurrenten mithält. Car and Driver kritisierte unter anderem Preis, Raumangebot gegenüber Rivalen und einzelne Innenraumdetails.[6]
Ist der Maserati Levante ein gutes Langstreckenauto?
Ja, besonders mit passender Bereifung und komfortorientierter Fahrwerkseinstellung. Der lange Radstand, die Luftfederung, der 80-Liter-Tank und der große Kofferraum sprechen für Reisen; der Verbrauch bleibt jedoch ein wichtiger Kostenpunkt.[1]
Was bedeutet Q4 beim Maserati Levante?
Q4 ist Maseratis intelligenter Allradantrieb. Laut Hersteller fährt das System im Normalfall heckbetont und kann bei Traktionsverlust die Kraftverteilung bis zu 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse anpassen.[1]
Wurde die Produktion des Levante eingestellt?
Maserati markierte 2023 offiziell das Ende der V8-Ära mit dem Levante V8 Ultima.[5] Branchenberichte führen den Levante außerdem unter den eingestellten Modellen und nennen 2024 als Produktionsende.[11]
Für wen lohnt sich der Maserati Levante?
Der Levante lohnt sich für Fahrer, die ein exklusives Luxus-SUV mit besonderem Klang, italienischer Gestaltung und Gran-Turismo-Charakter suchen. Wer maximale Rationalität, niedrigste Kosten oder modernste Software priorisiert, ist bei jüngeren Konkurrenten oft besser aufgehoben.
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Quellen
- Maserati: Levante MY24 Brochure / technische Daten
- Stellantis Media: Maserati Levante debuts at the Geneva Motor Show, 01.03.2016
- Stellantis Media / FCA Archive: Mirafiori Begins Production of the Maserati Levante, 29.02.2016
- Stellantis Media: Maserati Levante Trofeo technical press information
- Stellantis Media: Maserati celebrates the V8 engine at 2023 Goodwood Festival of Speed
- Car and Driver: 2024 Maserati Levante Review, Pricing, and Specs
- Edmunds: 2024 Maserati Levante SUV Specs & Features
- AUTO BILD: Maserati Levante 2016 im Test / Fahrbericht
- Top Gear: Maserati Levante Review
- auto motor und sport: Fahrbericht Maserati Levante Trofeo
- Motor1: Discontinued car models 2025 / Maserati Levante
- Maserati Deutschland: Levante Trofeo V8-Triebwerk und Verbrauchsangaben