Stand: März 2026 V8 Biturbo 2+ Coupé

Ferrari Roma: Zahlen, Daten, Fakten und Tests

Der Ferrari Roma ist einer der spannendsten modernen GT-Ferrari: frontmittig eingebauter V8, klassische Proportionen, 2+ Sitzplätze und genug Leistung, um den Begriff Gran Turismo wieder ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist das Modell historisch interessant, weil es 2019 als elegante Neupositionierung startete, 2023 als Spider erweitert wurde und seit Juli 2025 mit dem Ferrari Amalfi bereits einen offiziellen Nachfolger im Coupé-Segment hat.[1][3][4][5]

Antrieb

Motor3.855 cm³ V8 Biturbo[1]
Leistung620 cv[1]
Drehmoment760 Nm[1]

Performance

0–100 km/h3,4 s[1]
0–200 km/h9,3 s[1]
Höchstgeschwindigkeit> 320 km/h[1]

Format

LayoutFrontmittelmotor, Heckantrieb[1]
Sitzkonzept2+[1]
Radstand2.670 mm[1]

Modellstand, Einordnung und jüngste Entwicklung

Wichtig für die Einordnung

Der Ferrari Roma bleibt als Modell hochrelevant, obwohl das Coupé seit dem 1. Juli 2025 offiziell vom Ferrari Amalfi abgelöst wurde. Für Käufer, Sammler und Mieter ist der Roma damit kein „altes“ Auto, sondern die abgeschlossene erste Phase eines sehr klar gezeichneten Ferrari-GT-Konzepts: klassisches 2+ Coupé, V8-Biturbo, elegante Karosserie, moderne Fahrdynamik.[5]

Datum / Phase Was wichtig ist
13. November 2019 Ferrari enthüllt den Roma bei einem Kundenevent in Rom und positioniert ihn als neue Interpretation der „La Nuova Dolce Vita“.[3]
Marktstart Coupé Der Roma startet als frontmittiges 2+ GT-Coupé mit 620 cv, 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und deutlich reduzierterem Design als die extrovertierteren Mittelmotor-Ferrari.[1][2]
März 2023 Ferrari erweitert die Baureihe um den Roma Spider. Damit wird die Grundidee des eleganten GT um eine offene Variante mit Stoffverdeck ergänzt.[4]
1. Juli 2025 Ferrari stellt den Amalfi vor und nennt ihn ausdrücklich den Ersatz für den Roma in der V8-2+ Coupé-Linie.[5]

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Für eine saubere Kauf- oder Mietentscheidung ist dieser Modellstatus wichtig: Das Roma Coupé ist technisch modern genug, um nicht veraltet zu wirken, aber historisch bereits klar abgeschlossen – genau das macht ihn für viele Enthusiasten interessant.[5]

Technik, Charakter und Alltagseindruck

Der Ferrari Roma ist kein verkleideter Kompromiss, sondern ein bewusst anders gesetzter Ferrari. Die Architektur mit Frontmittelmotor und Heckantrieb bleibt traditionell, die Leistung mit 620 cv jedoch alles andere als nostalgisch. Im Kern verbindet der Wagen drei Rollen: eleganter GT, sehr schnelles Reisecoupé und echter Ferrari mit hoher Hinterachs-Last, präzisem Einlenken und einer Dynamik, die in Testberichten regelmäßig als deutlich schärfer beschrieben wird, als es die glatte Formensprache vermuten lässt.[1][6][8]

Ferrari selbst hebt hervor, dass rund 70 Prozent der Komponenten neu entwickelt wurden. Das ist für die Einordnung wichtig, weil der Roma zwar in der GT-Familie steht, aber eben nicht nur als formschöne Portofino-Variation gelesen werden sollte. Dazu kommen Side Slip Control 6.0 und Ferrari Dynamic Enhancer, also Fahrdynamiksysteme, die den Wagen nicht weichzeichnen, sondern die nutzbare Performance breiter zugänglich machen.[1][2]

Im Alltag bedeutet das: Der Roma fährt nicht wie ein klassischer Komfort-GT alter Schule, sondern eher wie ein sehr fein gedämpfter, sehr schneller Sportwagen mit überraschend guter Langstreckenmanier. Genau diese Mischung aus Federungskultur und Präzision loben sowohl Top Gear als auch evo und Autocar ausdrücklich.[6][8][9]

Einordnung der Bedienung

Die größte Schwachstelle des Roma liegt nicht im Motor und auch nicht im Chassis, sondern in der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Top Gear kritisiert die berührungssensitiven Bedienelemente, die teils versteckte Startfunktion und die wenig intuitive Steuerung im Alltag deutlich. Wer den Roma als Fahrerauto mit häufiger Nutzung betrachtet, sollte genau diesen Punkt ernst nehmen.[7]

Historie und Modellidee

Als Ferrari den Roma Ende 2019 präsentierte, war die Botschaft klar: weniger visuelle Aggression, mehr Proportion, mehr Understatement. Die Marke nannte das Konzept „La Nuova Dolce Vita“ und knüpfte damit bewusst an die eleganten Ferrari-Gran-Turismo der 1950er- und 1960er-Jahre an, ohne technisch rückwärtszugehen.[2][3]

Der Wagen zielte damit nicht nur auf Stammkunden, sondern auch auf Interessenten, die Ferrari eher über Design, Stil und Reisekultur entdecken. Das erklärt die zurückhaltendere Karosserie, die 2+ Auslegung und den Versuch, ein alltagstauglicheres Einstiegsangebot im oberen Ferrari-Segment zu schaffen. Testberichte bestätigen diesen Ansatz: Der Roma wird oft als besonders schöner, verhältnismäßig zugänglicher und dennoch sehr ernsthafter Ferrari beschrieben.[6][8]

Kleine Zeitleiste

2019 erscheint das Coupé als neue Ferrari-GT-Interpretation, 2023 folgt der Roma Spider, und 2025 setzt Ferrari mit dem Amalfi den formalen Nachfolger auf dieselbe Grundidee eines frontmittigen V8-2+ Coupés auf.[3][4][5]

Warum der Ferrari Roma im Markt so eigenständig wirkt

Design ohne Schreien

Viele moderne Hochleistungscoupés wollen schon im Stand maximale Dramatik ausstellen. Der Roma wählt das Gegenteil: glatte Flächen, lange Haube, knapper Greenhouse-Anteil, schmales Heck. Genau das macht ihn für manche Käufer reizvoller als extrovertiertere Ferraris. Autocar nennt die Proportionen ausdrücklich herausragend, Top Gear spricht von einem der schönsten aktuellen Ferrari.[6][8]

GT mit echtem Ferrari-Kern

Der Roma ist zwar komfortabler und stilistisch entspannter als manche Mittelmotor-Modelle, aber kein gemütlicher Cruiser im Bentley-Sinn. Top Gear beschreibt ihn ausdrücklich als Auto, in dem „etwas von einem Assassinen“ steckt; genau das ist die treffende Zusammenfassung für das Fahrgefühl. Der Wagen ist kultiviert, aber nicht harmlos – und gerade deshalb interessant.[6]

Zahlen, Daten und belastbare Fakten

Kompakte technische Eckdaten

Datenpunkt Wert
MotorbauartV8, 90°, Twin-Turbo[1]
Hubraum3.855 cm³[1]
Maximale Leistung620 cv bei 5.750–7.500/min[1]
Maximales Drehmoment760 Nm bei 3.000–5.750/min[1]
Getriebe8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe[1]
AntriebHeckantrieb[1]
0–100 km/h3,4 s[1]
0–200 km/h9,3 s[1]
Höchstgeschwindigkeit> 320 km/h[1]
Trockengewicht1.472 kg[1]
Leergewicht1.570 kg[1]

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Die Leistungsdaten zeigen gut, warum der Roma zwar als GT vermarktet wurde, in der Praxis aber deutlich im Sportwagenlager steht.[1]

Abmessungen, Nutzwerte und Fahrwerks-Hardware

Bereich Details
Außenmaße4.656 mm Länge, 1.974 mm Breite, 1.301 mm Höhe, 2.670 mm Radstand[1]
Gewichtsverhältnis2,37 kg/cv laut Ferrari[1]
Kofferraum272 Liter / 345 Liter[1]
Tankinhalt80 Liter[1]
ReifenVorn 245/35 ZR20, hinten 285/35 ZR20[1]
BremsenVorn 390 x 34 mm, hinten 360 x 32 mm[1]
FahrdynamiksystemeSSC 6.0, Ferrari Dynamic Enhancer, aktiver Heckspoiler[2]

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Tests, Stärken, Schwächen und Konkurrenzbild

1. Was fast alle Tests loben

Das Design ist der offensichtlichste Pluspunkt, aber nicht der einzige. In mehreren Tests werden auch die Dämpfung, die Richtungsstabilität, die Präzision und die spezielle Mischung aus Langstreckenruhe und Ferrari-Nerv als herausragend beschrieben. Gerade darin unterscheidet sich der Roma von vielen härter gezeichneten Performance-Coupés: Er versucht nicht, jede Fahrt wie einen Trackday wirken zu lassen.[6][8][9]

2. Wo man kritisch sein sollte

Die Innenraumbedienung polarisiert. Touchflächen am Lenkrad, teils wenig intuitive Interaktionen und ein generell stark digitalisiertes Bedienkonzept machen den Roma nicht automatisch modern, sondern im Alltag stellenweise fummelig. Wer viel Wert auf klare ergonomische Logik legt, sollte das vor dem Kauf oder vor einer längeren Miete selbst testen.[7]

3. Wie der Roma gegen DB12, AMG GT oder Continental GT steht

Im Wettbewerbsumfeld sitzt der Roma zwischen mehreren Welten. Gegen einen Bentley Continental GT wirkt er leichter, spitzer und fahraktiver. Gegen einen Aston Martin DB12 tritt er stärker als stilisiertes Ferrari-Fahrerauto auf. Gegen einen Mercedes-AMG GT bietet er mehr Exklusivität und eine völlig andere Designhaltung. Top Gear listet genau diese Fahrzeuge im Rivalenfeld des Roma.[6]

Wer den Ferrari Roma nicht nur als Objekt, sondern als Erlebnis verstehen will, sollte ihn im Kontext anderer Angebote lesen. Auf Ferrari mieten findest du die Marke im direkten Umfeld weiterer V8- und V12-Modelle, auf Sportwagen mieten den Vergleich mit alltagstauglicheren Hochleistungscoupés, und bei Supersportwagen mieten die deutlich extrovertiertere Gegenseite des Marktes. Gerade dann wird klar, wie speziell der Roma positioniert ist: nicht als kompromisslose Attacke, sondern als sehr schneller, sehr stilbewusster GT mit echter Ferrari-DNA.[10][11][12]

Für Mietinteressenten ist das fast wichtiger als jede einzelne Zahl. Der Roma wirkt auf Fotos wie ein Designobjekt, fährt sich aber nicht dekorativ, sondern ernsthaft. Genau deshalb passt er besonders gut zu Menschen, die nicht nur brachiale Leistung suchen, sondern einen Ferrari für Landstraße, Wochenendtour und Ankunftskultur. Wer die Marke mag, aber nicht automatisch die maximal extrovertierte Bühne will, landet gedanklich schnell beim Roma.[6][8]

FAQ zum Ferrari Roma

Ist der Ferrari Roma ein echter Sportwagen oder eher ein GT?

Beides. Ferrari positionierte den Roma als elegantes 2+ GT-Coupé, die offiziellen Leistungsdaten und die Fahrberichte zeigen aber klar, dass er dynamisch weit über dem liegt, was man bei einem klassischen Komfort-GT erwarten würde.[1][6]

Wie viel Leistung hat der Ferrari Roma?

Der Roma leistet 620 cv aus einem 3.855 cm³ großen V8-Biturbomotor und stellt maximal 760 Nm bereit.[1]

Gibt es den Ferrari Roma noch neu?

Der Roma Spider bleibt als Baureihenidee relevant, aber das Coupé wurde von Ferrari offiziell durch den Amalfi ersetzt, der am 1. Juli 2025 vorgestellt wurde.[5]

Wo liegen die Schwächen des Ferrari Roma?

Die häufigste Kritik betrifft die Bedienlogik im Innenraum. Vor allem die Touch-Bedienung und einige wenig intuitive Interaktionen werden in Tests wiederholt kritisiert.[7]

Ist der Ferrari Roma für längere Strecken geeignet?

Ja, genau darin liegt eine seiner Stärken. Mehrere Tests heben Komfort, Dämpfung und Reisefähigkeit hervor, ohne dem Auto die Ferrari-typische Fahrdynamik abzusprechen.[6][8][9]

Passende Ferrari und GT-Alternativen bei DRIVAR

Wenn du den Ferrari Roma nicht nur lesen, sondern im passenden Umfeld erleben möchtest, findest du hier Ferrari-Modelle und verwandte Sportwagen mit aktivem Standortfilter.

Paul
Paul

Jahrgang 1983, Automobilenthusiast seit über 25 Jahren. Studium Wirtschaftsingenieur Logistik und Maschinenbau (Universität Magdeburg). Technik und Performance sind mein Antrieb: Ich verbinde Ingenieursdenken mit Business-Sinn.

Quellen

  1. Ferrari – Ferrari Roma, offizielle Modellseite mit technischen Daten und Abmessungen
  2. Ferrari – „Ferrari Roma: La Nuova Dolce Vita takes shape“
  3. Ferrari – FY 2019 Results Press Release, Abschnitt zum Reveal des Ferrari Roma am 13. November 2019
  4. Ferrari – „Ferrari Roma Spider: La nuova dolce vita – A new story begins“
  5. Ferrari – „Ferrari Amalfi“, offizieller Hinweis auf den Ersatz des Roma in der V8-2+ Coupé-Linie
  6. Top Gear – Ferrari Roma Review
  7. Top Gear – Ferrari Roma Interior Layout & Technology
  8. Autocar – Ferrari Roma Review
  9. evo – Ferrari Roma: Ride and Handling
  10. DRIVAR – Ferrari mieten
  11. DRIVAR – Sportwagen mieten
  12. DRIVAR – Supersportwagen mieten