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Active Ride: Das Fahrwerk, das den Taycan erstaunlich ruhig macht

Active Ride ist Porsches Versuch, Komfort und Dynamik nicht länger als Kompromiss zu behandeln, sondern als zwei Enden eines sehr breiten Spektrums. Im Taycan hält das System die Karosserie auffällig ruhig, kann Nick- und Wankbewegungen sogar aktiv „überkompensieren“ und macht damit selbst harte Lastwechsel erstaunlich gelassen. Das Ergebnis fühlt sich an wie „Physik austricksen“ – ist aber vor allem clever geregelte Radlast- und Karosseriekontrolle in Echtzeit.

Active Ride: Wie Porsche Komfort und Dynamik neu sortiert

Fahrwerke sind normalerweise die Kunst des Weglassens: Ein bisschen weniger Wanken, ein bisschen mehr Federweg, ein bisschen weniger Härte – und am Ende passt es für viele, aber selten perfekt für dich, genau jetzt, genau hier. Active Ride dreht diese Logik um, weil das System nicht nur dämpft, sondern aktiv Kräfte aufbaut und verteilt. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen „gut abgestimmt“ und „spürbar kontrolliert“, vor allem bei schweren, sehr schnellen Elektroautos, deren Masse jede Bodenwelle und jede Lenkbewegung wie ein Verstärker wirken lässt.

Die Idee dahinter ist simpel, die Umsetzung brutal komplex: Karosseriebewegungen sollen gar nicht erst entstehen, statt sie im Nachhinein zu beruhigen. Porsche beschreibt genau dieses Zielbild für den Taycan – der Aufbau bleibt horizontal, selbst beim harten Bremsen, Lenken und Beschleunigen, und Unebenheiten werden bei gleichmäßiger Fahrt nahezu vollständig absorbiert Porsche Newsroom: „Porsche Active Ride“.

Spannend wird es, weil Komfort hier nicht als „weich“ definiert ist, sondern als „stabil“. Wenn sich die Karosserie weniger bewegt, müssen deine Augen und dein Gleichgewichtssinn weniger „nachregeln“ – und genau das wirkt im Innenraum so souverän. Gleichzeitig steigt die Präzision, weil Reifenlasten gleichmäßiger anliegen und das Auto sich bei schnellen Richtungswechseln weniger aufschaukelt. Das fühlt sich nicht nach Magie an, sondern nach einer neuen Qualität von Ruhe.

Porsche Active Ride – Demonstration der Karosserie- und Radbewegungen (Bild: Porsche)
Porsche Active Ride – Demonstration der Karosserie- und Radbewegungen (Bild: Porsche)

Warum der Taycan plötzlich „schwebt“ – und trotzdem präziser einlenkt

Der schnellste Weg, Active Ride zu verstehen, ist ein typisches Szenario: Du bremst hart an, lenkst ein, nimmst früh wieder Strom auf. In einem konventionellen Setup nickt die Front beim Verzögern, die Karosserie wankt beim Einlenken, und beim Rausbeschleunigen geht das Heck in die Knie. Active Ride will diese Abfolge nicht nur abmildern, sondern aktiv gegensteuern, indem es Karosseriebewegungen auf Wunsch sogar überkompensiert – also bewusst in die „andere“ Richtung arbeitet, damit sich die Beschleunigungen für die Insassen geringer anfühlen.

Das ist mehr als ein Dynamik-Trick, weil es im Alltag genauso zählt. Porsche nennt zum Beispiel den Komforteinstieg: Sobald eine Tür geöffnet wird, kann die Karosserie automatisch um 55 Millimeter anheben, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Diese kleinen, echten Nutzwerte sind der Grund, warum aktive Fahrwerke im Premiumsegment gerade so viel Aufmerksamkeit bekommen – sie sind nicht nur für die schnelle Landstraße da, sondern für jeden Bordstein und jedes Parkhaus. Mehr dazu: Elektrosportwagen mieten

Taycan Turbo S – Active Ride-Feder-Dämpfer System (Bild: Porsche)
Taycan Turbo S – Active Ride-Feder-Dämpfer System (Bild: Porsche)

So arbeitet das Active Ride Feder-Dämpfer-System

Technisch betrachtet ist Active Ride ein System, das pro Rad nicht nur Dämpferkräfte variiert, sondern aktiv Stellkräfte erzeugt. Porsche beschreibt dafür vier aktive Dämpfer, die jeweils zusätzlich mit einer Motor-Pumpen-Einheit verbunden sind; diese Einheiten übernehmen neben der Dämpferfunktion auch Aufgaben, die sonst Stabilisatoren erledigen, wodurch diese entfallen können. Zwei E-Maschinen treiben dabei zwei Hydraulikpumpen an, und die Energie kommt direkt aus der Hochvolt-Batterie – ohne Umweg über einen Spannungswandler ZF: Aktives Fahrwerk sMOTION

Damit das nicht nach „Hydraulik für Fortgeschrittene“ klingt, hilft ein Bild: Das Auto kann jedes Rad einzeln „hochdrücken“ oder „einziehen“, je nachdem, was Sensoren gerade messen. Erfasst werden unter anderem Längs- und Querbeschleunigungen, Fahrbahnanregungen, Karosseriebewegungen sowie Reibwert und Schlupf an allen Reifen, und daraus berechnet das System den benötigten Volumenstrom und Druck im Dämpferöl. Der Effekt ist, dass die Luftfederbewegung nicht nur gedämpft, sondern aktiv überlagert wird – und damit entsteht dieses merkwürdige Gefühl, dass die Karosserie „stehen bleibt“, während die Räder arbeiten. Tipp: Porsche Taycan Langzeitmiete

Zahlen, Daten, Fakten

Kennzahl Wert
FahrwerksprinzipVier aktive Dämpfer mit Motor-Pumpen-Einheiten (radindividuelle Stellkräfte)
Karosserie-ZielAufbau bleibt in vielen Situationen horizontal; Unebenheiten werden bei gleichmäßiger Fahrt nahezu vollständig absorbiert
OvercompensationKann Nick- und Wankbewegungen auf Wunsch überkompensieren (Komfort- und Dynamikmodus)
KomforteinstiegKarosserie hebt sich beim Türöffnen automatisch um 55 mm (bei aktivierter Funktion)
Hydraulik-AntriebZwei E-Maschinen treiben zwei Hydraulikpumpen an
EnergieversorgungDirekt aus der Hochvolt-Batterie (ohne Spannungswandler)

Quelle: Porsche Newsroom – Porsche Active Ride

Mieten: Active Ride

Wenn dich Active Ride reizt, willst du es nicht „erklärt“ bekommen, sondern erfahren – idealerweise auf genau den Straßen, die du kennst: Kopfsteinpflaster, Querfugen, Autobahnwellen, die schnelle Abfahrt hinterm Ortsschild. Eine Miete ist dafür der pragmatischste Weg, weil du dir weder von Wetter noch von Probefahrt-Zeitfenstern diktieren lassen musst, wann du Komfort und Dynamik wirklich vergleichen kannst.

Auf DRIVAR kannst du passende Taycan-Varianten je nach Standort und Mietdauer auswählen, Konditionen transparent vergleichen und dabei die wichtigen Basics im Blick behalten: Versicherung, Kaution, Kilometerpakete und Abholung beziehungsweise Lieferung. So wird aus „Tech-Faszination“ ein sauberer Realitätscheck – mit genau dem Auto, das du fahren willst, und ohne langfristige Bindung. Direkt vergleichen: Porsche Taycan mieten in Berlin

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FAQ zu „Active Ride“

Active Ride

Die wichtigsten Fragen rund um Active Ride, das Fahrgefühl im Taycan und den praktischen Nutzen im Alltag – kompakt und verständlich beantwortet.

Beides, weil Komfort hier über Stabilität entsteht. Wenn die Karosserie weniger nickt und wankt, bleiben Radlasten gleichmäßiger, das Einlenken wirkt präziser und das Auto beruhigt sich nach Lastwechseln schneller, was auf Tempo genauso hilft wie in der Stadt.

Damit ist gemeint, dass das System Karosseriebewegungen nicht nur neutralisiert, sondern aktiv in die Gegenrichtung arbeiten kann. So kann der Taycan beim Bremsen und Beschleunigen bestimmte Nickbewegungen gezielt „wegdrücken“, um die wahrgenommenen Beschleunigungen im Innenraum zu reduzieren.

Ja, weil es nicht nur um schnelle Kurven geht. Ein konkretes Beispiel ist der Komforteinstieg, bei dem die Karosserie beim Türöffnen angehoben werden kann, und generell die sehr ruhige Karosserie über Querfugen, Bodenwellen und schlechte Straßen, die sonst genau die typische E-Auto-Masse spürbar machen.

Active Ride arbeitet als aktive Überlagerung zur Federung und nutzt pro Rad geregelte Stellkräfte, statt sich nur auf passive oder semiaktive Dämpfung zu verlassen. Entscheidend ist, dass das System Bewegungen nicht nur dämpft, sondern aktiv Kräfte aufbaut und Radlasten gezielt verteilt.

Am ehrlichsten ist eine Miete über ein ganzes Wochenende, weil du dann Stadt, Autobahn und Landstraße in deinem Tempo abdecken kannst. Achte dabei bewusst auf Karosseriebewegungen beim Bremsen, auf die Ruhe über Kanten und darauf, wie stabil das Auto beim schnellen Einlenken bleibt.

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