So kann man ein Sport- oder Luxusauto von unterwegs aus sicher mieten
Die Vermietung von teuren Sport- und Luxusautos hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend ins Internet verlagert. Mieter profitieren dabei von vielen Vorteilen wie dem riesigen Angebot und können alle wichtigen Informationen direkt einsehen. So lässt sich viel Zeit sparen, nebenbei locken online zumeist die günstigeren Konditionen. Es ist also kaum überraschend, dass die meisten Mieter sich zunächst im Internet informieren.
Doch wer von unterwegs aus ein Luxusauto mieten möchte, sollte einige Sicherheitstipps beachten. Denn IT-Sicherheit gewinnt ebenfalls an Bedeutung, weil Cyberkriminelle es immer häufiger auf die zahlungskräftige Kundschaft im Autoverleih abgesehen haben.
Die Anzahl an Cyberattacken ist rasant angestiegen
Leider sind Cyberangriffe kein Randphänomen mehr, sondern betreffen eine Vielzahl an Menschen in Deutschland. So wurde beispielsweise einer Umfrage der Verbraucherzentrale zufolge bei jedem Dritten ein Online-Konto gehackt. Kriminelle haben es dabei oft auf private Daten und Passwörter abgesehen, um weitere Betrugsversuche starten zu können.
Zahlungsdaten sind hierbei aber noch die viel wertvolleren Daten. So landen regelmäßig ganze Datensätze von Tausenden Kreditkarten im Internet, die dann an den Höchstbietenden verkauft werden. Mieter von Sport- und Luxuswagen können hierbei ein besonders attraktives Ziel darstellen, weil sie in der Regel über großzügige Limits verfügen.
Cyberkriminelle nutzen gerne Angriffe wie Phishing, Social Engineering oder Brute-Force-Attacken, um Kontodaten zu erbeuten und sich unbefugten Zugang zu verschaffen. Für potenzielle Opfer kann das mitunter katastrophale Folgen haben. Deswegen ist insbesondere im öffentlichen WLAN zusätzliche Vorsicht geboten – mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Warum kann ein öffentliches WLAN so riskant sein?
Wer sich von Zuhause aus im eigenen WLAN ein Auto mieten möchte, hat eigentlich nichts zu befürchten, solange man sich mit allen oben genannten Betrugsmaschen ein wenig auskennt. Im öffentlichen WLAN kommen aber noch zusätzliche Risiken hinzu. So fehlt es häufig an einer Verschlüsselung bei Übertragungen innerhalb des WLANs.
Hinzu kommt das Risiko eines möglichen DNS-Leaks, wobei Angreifer einen WLAN-Router so manipulieren, dass Nutzer ohne ihr Wissen auf nachgebaute Phishing-Seiten umgeleitet werden. Ein DNS-Leak-Test kann in einem solchen Fall mögliche Gefahren aufdecken. Die gute Nachricht: Zur sicheren Nutzung im öffentlichen WLAN gibt es eine praktische Lösung.
Eine moderne VPN-App kann nämlich sowohl alle Übertragungen verschlüsseln als auch vor dem eben genannten DNS-Leak schützen. Angreifern ist es dann praktisch unmöglich, Daten abzugreifen oder Nutzer umzuleiten. So ist selbst im öffentlichen WLAN das sichere Mieten von Luxusautos möglich, ob in der Lobby des Hotels oder im WLAN des Flughafens.
VPNs bieten mehr Flexibilität bei internationalen Reisen
Abgesehen vom Sicherheitsaspekt, gibt es noch einen weiteren Grund für den Einsatz einer VPN-App zum Mieten von Autos. Wer nämlich im Ausland unterwegs ist, muss meistens auf andere Plattformen zugreifen. Doch hier kann es teilweise regionale Einschränkungen geben, die eine Suche und eine Anmietung schwierig gestalten.
So werden viele Länder aus Asien von europäischen Plattformen blockiert, um die Anzahl an Cyberattacken zu minimieren. Für ehrliche Kunden kann das zum Nachteil werden, weil sie sich beispielsweise von Bangkok aus keinen Luxuswagen für ihre anstehende Reise nach Rom mieten können. Die italienische Plattform blockiert den Zugriff aus Asien.
Dieses Problem bzw. das sogenannte Geoblocking lässt sich mit einem VPN sehr einfach umgehen. Man muss sich im genannten Beispiel lediglich zu einem VPN-Server in Italien verbinden, und hat dann so Zugang, als sei man selbst vor Ort. So lassen sich übrigens auch alle deutschen Dienste und Webseiten aus dem Ausland wie gewohnt nutzen.
Weitere Tipps für Liebhaber von Sport- und Luxusautos
Starke Passwörter verwenden
Insbesondere auf Mietplattformen von Luxusautos sind starke Passwörter eine wichtige Bedingung. Sie sollten möglichst lang und einzigartig sein, damit Angreifer sie nicht durch sogenannte Brute-Force-Attacken knacken können. Zufällig generierte Passwörter mit Zahlen und Sonderzeichen gelten dabei unter Experten als optimal.
Doch niemand kann sich solche Kombinationen merken. Genau hier kommt ein praktischer Passwort-Manager ins Spiel, der auf Wunsch starke Passwörter erstellt und dann sicher verwahrt. Im Gegenzug muss man sich als Liebhaber von Sport- und Luxusautos nur noch ein einziges Master-Passwort merken, den Rest erledigt der Passwort-Manager.
Sensible Konten mit 2FA absichern
Aber selbst das stärkste Passwort schützt Nutzer nicht vor einem Datenbank-Leck. Angreifer erbeuten hierbei alle Daten direkt vom Server im Internet und können sich anschließend im Konto eines Opfers einloggen. Deswegen sollten allen voran Zahlungskonten mit einer 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) abgesichert werden, um hohen Schutz zu garantieren.
Bei den meisten Banken und Zahlungsdiensten ist das bereits heute Pflicht. Es kann jedoch auch sinnvoll sein, diesen Schutz auf alle weiteren Konten auszuweiten (sofern verfügbar). Kriminelle können dann nicht auf E-Mail- oder Social-Media-Konten zugreifen, selbst wenn sie das Passwort haben. Der Dienst verlangt dann nämlich nach einer Bestätigung.
Autosoftware regelmäßig updaten
Die Digitalisierung hat mittlerweile auch die Autobranche erreicht. Alle neuen Fahrzeuge setzen heute auf ein modernes Infotainmentsystem, das zahlreiche Funktionen bietet. Es kann hierbei aber auch zu Sicherheitslücken kommen, die man als Besitzer mit einem Update schnell schließen sollte (bei einer Autovermietung übernimmt das der jeweilige Anbieter).
Mittlerweile bieten hierfür viele Luxusmarken die sogenannten Over-the-Air-Updates an. Ob Porsche, Audi oder BMW, das Update funktioniert über das Internet und erfordert keinen Besuch beim Händler oder bei der Werkstatt. Übrigens: Man sollte natürlich auch alle anderen Geräte wie Laptops, Tablets und Handys regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.